Die Welt geht so bald nicht unter…

  1. Nicht wegen Trump oder Brexit, oder Hofer auch nicht wegen der AFD. Aber sicher wird sie dadurch auch nicht besser. Und die Idee, „die da oben“ zu bestrafen, indem man Chaoten wählt, befördert kein sinnvolles Ziel. Vielmehr scheint mir dies eine spezielle Form der Selbstbestrafung. Wofür? Weil es uns, gemessen am Weltmaßstab zu gut geht? Ich persönlich wähle schon seit 40 Jahren immer nur das kleinere Übel. Mehr kann man nicht erhoffen. Weil wir es mit Menschen zu tun haben. Und dieses Spitzenprodukt der Evolution ist nun mal weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Es ist völlig irrational zu vermuten, Politiker wären selbstlose Heilige, Verkünder reiner Lehren oder auch nur lupenreine Demokraten. Wenn es solche gäbe, hätte ich Angst vor ihnen. Wir Christen haben es da einfach: Wir wissen: das Paradies wird sich im Hier und Jetzt nicht realisieren lassen. das haben wir den Soziialisten und den Faschisten voraus. Mir geht es als Kleinrentner ganz gut mit Angela Merkel und sogar mit Siegfried Gabriel. Die machen das, was sie drauf haben. Und ganz sicher ist, es könnte auch schlechter werden. Wir verlieren derzeit etwas wichtiges: den Minimalkonsenz der Deutschland so erfolgreich gemacht hat.

2 Gedanken zu „Die Welt geht so bald nicht unter…

  1. Hallo Janina! Der Hinweis auf den Himmel ist sicherlich gerade von Christen missverstanden, wenn er denn als Beruhigung gebraucht wird. Die Kernbotschaft des neuen Testaments ist die Nächstenliebe. Die ist eine Verpflichtung. Wir haben für unsere Mitmenschen zu sorgen, wenn sie uns brauchen. Gerne streite ich mit Sozialisten über den richtigen Weg dahin. Im Kern geht es dabei um die Frage: verwalten wir den Mangel oder beseitigen wir ihn. Allerdings bleibe ich dabei: Persönliches Glück für alle wird letztlich unerreichbar sein. Darf aber nicht als Ausrede gebraucht werden. Der Artikel zielt aber darauf ab, dass Menschen die Trump oder AFD wählen, dies ja nicht aus persönlichen Notlagen heraus entscheiden. Sondern wegen irrationaler Verlustängste.
    Und speziell die deutschen Sozialdemokraten „kämpfen“ derzeit mit sehr kurzen Schwertern. Ängstlich und ratlos. Ich bedaure das. Wir brauchen die Debatte in der Demokratie!

  2. Ich gebe Dir in dem Punkt recht das AFD oder Trump oder Le Penn waehlen keine Loesung ist, dass viele Leute, die diese aus Protest waehlen, selber nochher darunter leiden etc, auch dass es Menschen in Deutschland vergleichsweise sehr sehr gut geht (99% Prozent der Menschen in Deutschland). Alles ist wie immer relativ. Ein Paradies, wird es nie geben in diesem Leben, das ist auch O.K. Es geht darum das allerbest Moegliche fuer die Allermeisten herauszuholen. Eine Beruhigung mit der Hoffnung auf ein Paradies im Jenseits finde ich jedoch mehr als bedenklich, das wurde zu frueheren Zeiten dazu missbraucht, Menschen davon abzuhalten fuer eine Verbesserung im hier und jetzt zu kaempfen und Ungereichtigkeit und Armut und Leid klaglos hinzunnehmen (man denke an fruehere Zeiten oder andere Laender heute). Man kann natuerlich es einerseits als Bewunderswert sehen, das Menschen Ihr Schicksal annehmen, Trost in Gott suchen und das Beste draus machen, andererseits kann man es so sehen, das die Leute ruhiggestelllt und vertroestet und ausgenutzt werden. Man muss auch immer bedenken, dass wir alle, ich eingeschlossen unser gut gehen teilweise der Ausbeutung anderer verdanken. Und nehmen wir das Beispiel Fluechtlingspolitik, ist es wirkliche eine humane und menschliche Loesung, das die Fluechtline jetzt in der Tuerkei verrecken oder dort vor sich hin vegitieren? So sehen wir die Probleme nicht mehr, das ist alles. Was ist falsch daran, as allerbest Moegliche fuer die Allermeisten im hier und jetzt herausholen zu wollen und zu versuchen und zweckpessimistisch davon auszugehen, dass dieses Leben vielleicht das einzige ist, was wir haben, die einzige Chance, dazu muss man nicht hardcore Atheist oder gar Faschist oder Stalinist sein. Sozialisten und Faschisten in einem Satz zu nennen ist etwas bedenklich. Nicht alle Sozialisten sind Stalinisten oder sind totalitaer etc, da gibt es Unterschiede. Bernie Sanders nennt sich Sozialist, er ist kein Stalin und auch kein Despot. Auch muss man festhalten, dass es oft Sozialisten und Sozialdemokraten waren, die gegen den Faschismus gekaempft haben und es da wo noetig heute noch tun und wieder tun. Christen waren allerdings auch dabei, die Buergerliche Mitte und die Buergerlichen Parteien waren aber nicht gerade stark gegen den Faschismus und sprechen sich auch heute meiner Meinung nach nicht stark genug gegen Rechtspopulismus und Faschismus aus. Die Sache ist viele Leute suchen nach Alternativen zum Status Quo vor allem in Laendern wo die Zustaende schlechter sind als in Deutschland, und da es keine echten Alternativen gibt, suchen viele Menschen eine Scheinloesung bei Rechtspopulistischen Gruppierungen. Ich habe das Gefuehl die Europa und die USA entwickeln sich zurueck, weg von Freizuegigkeit, einer gewissen sozialen Sicherung, Offenheit und Liberalismus bei Gesellschaftlichen Themen und wieder hin zu Nationalismus, extremen Konservativismus (siehe Polen), zu mehr Unsicherheit etc

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