Aus der FAZ:

CSU macht Angst vor Rot-Rot-Grün
Die Union warnt vor einem Linksbündnis und erinnert damit
an die Rote-Socken-Kampagnen der neunziger Jahre.“
Zitat ende.

Die CSU ist offensichtlich lernresistent. Die roten-Socken haben
schon in den 90er Jahren nicht funktioniert. Im Gegenteil: bei
manchem Wähler löst das einen Robin-Hood Reflex aus.
Man macht die vereinigte Linke zur Avangarde. Was sie definitiv nicht ist.

Die SPD, die Grünen und sogar die Linke sind inzwischen ausgesprochene Spießervereine. Die Ziele Weltrevolution, gleichmäßige Verteilung des Wohlstandes, Herrschaft der Proletarier aller Länder sind aus den Augen und dem Sinn. Auch und vor allem auch bei den Proletariern. Weil es denen dämmert, dass sich nur reiche Leute den Sozialismus leisten können: Leute wie Lafontaine, Gysi, Wagenknecht, Ströbele und viele andere Toskana-Sozis. Weil in Wahrheit die kapitalistische Marktwirtschaft die Massen am besten versorgt. Das haben sogar die Erben von Mao Tse Tung gelernt: Nach der Wiedereinführung des Kapitalismus konnten 600 Millionen Chinesen die Armutszone verlassen. Ähnlich in Vietnam. nachdem der Kommunismus über den kapitalistischen Feind gesiegt hatte, konnte sich dieser getrost und mit Erfolg abschaffen.

Außerdem zeigt uns die deutsche Wirklichkeit von 2016 dass der Schrecken Rot-Grün-linker Regierugsbeteiligungen kaum wahrgenommen wird. Sobald Rosarote und Grüne Minister stellen dürfen, werden sie im Sinne von Marx, Bebel und Rosa Luxemburg zu Papiertigern. Von Kretschmann gar nicht erst zu reden. Der arbeitet mit der CDU genau so marktwirtschaftlich weiter, wie er dass auch fröhlich mit der SPD gemacht hat. Vermutlich ist auch der Daimler-Vorstand mit Ihm zufrieden.

Und da schließt sich der Bogen zu unserer Bundeskanzlerin: Angela Merkel arbeitet pragmatisch aber bestimmt mit der SPD zusammen. Weil es nun mal nicht anders geht.

Der Kapitalismus strotzt dabei weiterhin vor Vitalität. Er ist dabei unprätentiös, leise und gelassen. Das muss Seehofer vom  Kapitalismus noch lernen.

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